Wir, die Autoren dieses Blogs, glauben an mehr als das, was wir physisch sehen. Wir sind überzeugt, dass wir mehr sind als bloße Materie aus Atomen und Sternenstaub. Religion und der Glaube an etwas Größeres sind ein Teil von uns – tief in unserer DNA verankert.
Viele von uns, wahrscheinlich die meisten Menschen weltweit, wachsen mit dem Bewusstsein auf, dass es nur einen „wahren“ Glauben gibt; dass man die einzig richtige Offenbarung besitzt und das eigene heilige Buch sowie die eigenen Rituale über denen anderer Religionen stehen. Auch ich, der Gründer dieser Plattform, bin so aufgewachsen: Als orthodoxer Christ war ich überzeugt, dass meine Sicht auf spirituelle Fragen über allem steht. Doch in einer Welt der Vielfalt, der Akzeptanz und des gegenseitigen Respekts begannen wir, unsere Ansichten zu hinterfragen.
Diese selbst auferlegte Überlegenheit führte unweigerlich dazu, andere Religionen als weniger wertvoll zu betrachten. Dieses durch unsere soziokulturelle Erziehung geprägte Gefühl löste bei meinen Mitautoren und mir Unbehagen aus. Es widersprach unserem rationalen Denken und den Werten der Demokratie, in der wir ebenfalls aufgewachsen sind. Diese erinnern uns daran, dass die Freiheit des Einzelnen niemals von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, Weltanschauung oder Ethnie abhängig sein darf. Wahrhaft frei im Glauben ist derjenige, der seinen Weg selbst gewählt hat – ohne die Freiheit derer einzuschränken, die einen anderen Pfad gehen.
Es ist uns wichtig, die Glaubensfreiheit zu betonen, da sie in vielen Teilen der Welt noch immer keine Selbstverständlichkeit ist – obwohl sie es sein sollte. Wenn wir unseren Mitmenschen dieses Recht verweigern, wird Religion zum Politikum und letztlich zu einer Waffe. Gestützt auf vermeintlich göttliche Gesetze werden die „wahren“ Gläubigen erhoben, während „Ungläubige“ zu Untergebenen degradiert werden. Die Folgen waren und sind grausame Kriege, Gewalt, Zerstörung, Angst und unermessliches Leid.
Dem Missbrauch von Religion können wir nur entgegenwirken, wenn wir uns als spirituelle Gemeinschaft in einer wissenschaftlich geprägten Welt verstehen. Ein Nebeneinander und Miteinander ist hier nicht nur möglich, sondern kann sich gegenseitig befruchten. Als jemand, der seit seiner Kindheit eine Leidenschaft für Physik und Technik hegt, habe ich meine spirituelle Seite nie vernachlässigt. Ich bin überzeugt, dass sich die Physik des Kosmos und die Magie der Sterne nicht ausschließen – im Gegenteil. In der Vollkommenheit der Schöpfung können wir eine Kraft erkennen, die wir auf unterschiedliche Weise ergründen sollten: eine Vielfalt des Glaubens.
Dieser Blog bündelt unsere Erfahrungen und Gedanken, die wir auf Reisen und durch Begegnungen mit Menschen aus aller Welt gesammelt haben. Ich persönlich bin als Christ dankbar für jeden Einzelnen, der mir gezeigt hat, wie Akzeptanz, Freundschaft und Respekt den göttlichen Frieden bewahren können, der uns alle verbindet – zum Wohle der gesamten Menschheit. Ich bin mir sicher, dass es meinen Mitautoren, ungeachtet ihres jeweiligen Glaubens, ebenso geht.